Social Media Strategie – Tipps & Tricks

Du möchtest deine Social Web in deine Marketing- und Kommunikationspläne integrieren, um die Potenziale zu nutzen? Du bist nicht bereit Ressourcen einzusetzen, um dann später einen weiteren Beitrag zum Account-Friedhof leisten? Dann benötigst du ein Konzept. Doch wie ist so eine Social Media Strategie aufgebaut? Welche Ziele lassen sich mit einer Präsenz in den Sozialen Medien verfolgen? In dem folgenden Artikel gebe ich dir einige Tipps und verrate einige Tricks. Außerdem erkläre ich dir wie du mit 7 Schritten zu deiner eigenen Strategie kommst.

1. Social Media Marketing

Ich beginne diesen Artikel zunächst mit einer Definition des Begriffs Social Media Marketing (kurz SMM). Social Media Marketing ist eine Technik des Online Marketings. Zum SMM werden alle Aktivitäten gezählt, die dir dabei helfen, mit den Sozialen Medien festgelegte Ziele zu verwirklichen. Anders formuliert: der strategische Einsatz von unterschiedlichen Kanälen wie beispielsweise Blogs oder Netzwerken (zum Beispiel Facebook, Xing, Instagram, YouTube), um Reputation, Verkäufe oder Bekanntheit zu generieren.

Was dir den Einstieg um einiges leichter macht, ist eine gut durchdachte Social-Media-Strategie. In ihr werden einige wichtige Fragen bereits im Vorfeld geklärt. Beispielsweise welche Netzwerke werden genutzt, wie oft erfolgen neue Postings. Das sind nur 2 der Fragen, die geklärt werden sollten. Klar ist auch, dass jedes Geschäftsmodell die Fragen unterschiedlich beantwortet. Es gibt nicht den einen Schlüssel zum Erfolg. Deshalb solltest du kein Konzept von anderen übernehmen. Online-Händler haben sicherlich ganz andere Ziele, als Non-Profit-Organisationen und Agenturen verwenden meistens sowieso eine andere Sprache. Eines ist ganz wichtig: das oberste Ziel darf nicht der reine Verkauf von Produkten sein. Wenn du versuchst die Sozialen Medien als reinen Absatzkanal zu nutzen, dann wirst du scheitern. Doch welche Vorteile bietet dir dann die Social Media Kommunikation überhaupt?

2. Vorteile von Social Media

Die US-amerikanische Social Media Agentur socialmediaexaminer hat für eine Studie 5.700 Online Marketingexperten befragt. Die Ergebnisse wurden von der deutschen Social Media Agentur tobesocial zusammengefasst und anschaulich dargestellt.

social-media-studie-2017-fragen-antworten-marketing-advertising-infografik Social Media Strategie - Tipps & Tricks
Da sich die Social Media Nutzung nicht verändert hat, also beispielsweise Kontaktpflege oder informieren, ist es nicht weiter verwunderlich, dass seit 2015 immer wieder die gleichen Vorteile des Social Media Marketings genannt werden. Der Hauptvorteil liegt in der gestiegenen öffentlichen Sichtbarkeit. Weitere Nutzen sind die langfristigere Bindung von Kunden, die Steigerung der Verkäufe und der Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen. Doch wie erreichst du ähnliche Erfolge? Die passende Social Media Strategie hilft dir dabei. Doch bevor dir uns dieser zuwenden, macht es Sinn zunächst den Status Quo zun analyiseren.

3. Analyse des Status Quo

Wie kommuniziert dein Unternehmen bisher? Sieh dir die Kommunikationsstrategie in deinem Unternehmen an und überlege, auf welche Weise Soziale Medien hierfür eine Ergänzung oder ein Ersatz wären.

Welche Ziele verfolgt dein Unternehmen bisher? Das ist wichtig, um deine Strategie später darauf abzustimmen.

Wie bist du in Sachen Social Media bisher aufgestellt? Verfügst du schon über bestehende Profile, dann ist zu überlegen, inwieweit diese zukünftig genutzt werden können und sollen. Willst du die Kanäle weiterhin nutzen, dann müssen sie vermutlich überarbeitet werden.

Welche Ressourcen hast du zur Verfügung? Wenn du weder Zeit noch Geld hast, die dir ein langfristiges Social Media Marketing ermöglichen, dann lass es lieber ganz. Lieblose und unprofessionelle Profile wirken sich negativ auf deine Marke aus! Social Media ist ein aufwändiges Marketinginstrument, dem es viel an Zuwendung bedarf. Du hast aber auch die Möglichkeit, dass du dich nur auf eine Plattform fokussierst. Das spart Zeit und Geld.

4. Die 7 Schritte der Social Media Strategie-Entwicklung

Die Konzept-Entwicklung lässt sich in folgende Aspekte gliedern

4.1 Definition der Ziele

Bevor du mit der Planung überhaupt beginnen solltest, ist es wichtig die Frage zu klären, welchen Zweck die Präsenz verfolgt. Es gibt verschiedene Ziele, die erreicht werden können. Das Ziel beeinflusst entscheidend die Beantwortung aller aufkommenden Fragen. Wähle maximal 2 primäre Ziele aus und definiere eventuell noch 2 sekundäre Ziele. Wichtig ist jedoch, dass alle möglichst S-M-A-R-T sein sollten. Konzentriere dich nicht auf zu viele Baustellen gleichzeitig, sondern kann es leicht passieren, dass du den Überblick verlierst und erreichst am Ende gar nichts.

S-M-A-R-T steht für

S pecific (Skalierbar): Das Ziel müssen eindeutig definiert sein (nicht vage, sondern so präzise wie möglich).
M easurable (Messbar): Es muss messbar sein (Messbarkeitskriterien).
A ccepted (Attraktiv): Sie müssen ansprechend bzw. erstrebenswert sein.
R ealistic (Realistisch): Das gesteckte Ziel muss möglich und realisierbar sein.
T ime Bound (Terminierbar): Das Ziel muss mit einem fixen Datum festgelegt werden können.

Beispiel: Ich werde die Besucherzahlen auf meiner Website innerhalb der nächsten drei Monate durch SEO-Maßnahmen um 25% steigern, damit sich die Verkäufe um 10% erhöhen.

11 mögliche Ziele für deine Social Media Strategie

  1. ► Crowdsourcing / Marktforschung
  2. ► Umsatzsteigerung
  3. ► Traffic / SEO
  4. ► Markenbekanntheit
  5. ► Stärkere Kundenbindung
  6. ► Word of mouth (Empfehlungen)
  7. ► Imageverbesserung
  8. ► Neukundengewinnung
  9. ► Employer Branding
  10. ► Recruiting
  11. ► Statistiken

4.2 Zielgruppen

4.2.1 Identifikation der Zielgruppen (B2C)

Ich empfehle zur Identifikation der Zielgruppen das Persona Konzept einzusetzen, denn es ist viel präziser als die alte Zielgruppendefinition, z. B. nur nach demographischen Merkmalen. Dadurch, dass die Personas viel aussagekräftiger sind, lassen sie auch genauere Rückschlüsse auf die Bedürfnisse und Probleme deiner potenziellen Kunden zu. Erstelle für jede Persona eine User Setcard. Versuche sie auch Kundenarten zuzuordnen und in ABC-Kunden einzuteilen. Vielleicht ist es auch eine Überlegung für die unterschiedlichen Zielgruppen verschiedene Fanpages aufzusetzen wie es beispielsweise ImmobilienScout24 getan hat.

a) Kundenart:

Stammkunden kaufen regelmäßig bei dir und legen Wert auf die vertraute Anspache und Umgebung
Laufkunden kaufen spontaner und entscheiden von Fall zu Fall, ob sie bei dir einkaufen

b) ABC-Kundeneinteilung:

A-Kunden: diese Gruppe bringt für den größten Anteil an deinem Umsatz
B-Kunden: Rund 25 Prozent der Kunden sorgen für ca. 25 Prozent des Umsatzes
C-Kunden: Laufkundschaft; diese Gruppe stellt ca. 50 Prozent der Kunden und hat einen Umsatzanteil in Höhe von ca. 5 Prozent

4.2.2 Social-Media-Nutzertypen

Deine Social-Media-Aktivitäten könntest du nach dem Verhalten segmentieren. Zur Einteilung hat Forrester Research ein bewährtes Modell entwickelt. Entsprechend dem Verhalten ist es empfehlenswert individuelle Angebote zu erstellen.

nutzergruppen Social Media Strategie - Tipps & Tricks

Gruppe 1: Kreative (Creators)

  1. Sie sind als Blogger aktiv und / oder betreiben eine eigene Website.
  2. Sie produzieren selbst Videos oder veröffentlichen eigene Musikstücke.
  3. Artikel oder Geschichten werden von ihnen geschrieben und dann auf unterschiedlichen Plattformen gepostet.
  4. Diese sehr kleine Nutzergruppe kann deine Social Media Plattformen sehr bereichern.
  5. Dein Angebot: Du bietest ihnen eine einfache Möglichkeit ihre Inhalte zu veröffentlichen und integrierst sie in dein Netzwerk.

Gruppe 2: Gesprächsteilnehmer (Conversationalists)

  1. Soziale Netzwerke werden von dieser Gruppe genutzt, um sich zu unterhalten und mit anderen auszutauschen.
  2. Sie kommentieren Postings oder Blogbeiträge.
  3. Zum Gesprächsaustauschen nutzen sie Foren und Instant-Messaging-Dienste
  4. Dein Angebot: Biete Dialogmöglichkeiten an.

Gruppe 3: Kritiker (Critics)

  1. Sie schreiben Rezensionen und Bewertungen.
  2. Blog-Beiträge werden von ihnen kommentiert.
  3. Sie engagieren sich in Online-Foren.
  4. Beiträge werden von ihnen in Wikis und ähnlichen Plattformen veröffentlicht.
  5. Dein Angebot: Biete die Möglichkeit einfach zu kommentieren (Basic) oder stelle Foren und Wiki-Technologien bereit

Gruppe 4: Sammler (Collectors)

  1. Sie abonnieren RSS-Feeds und Alerts.
  2. Bookmarken und Taggen interessante Inhalte / Seiten
  3. Sie bewerten Websites und Inhalte. Aktive Teilnahme an Umfragen
  4. Dein Angebot: RSS-Feeds, Sharing-Funktion deiner Inhalte, Bewertungsfunktionen usw.

Gruppe 5: Mitläufer (Joiners)

  1. Sie registrieren sich in Sozialen Netzwerken und legen Profil an.
  2. Sie nutzen die Plattformen, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben, sind aber wenig aktiv.
  3. Dein Angebot: Einfache Möglichkeit der Registrierung, Verbindung mit Facebook, Twitter und anderen Plattformen.

Gruppe 6: Konsumenten (Spectators)

  1. Sie besitzen Social-Media-Profile.
  2. Inhalte anderer weren von ihnen konsumiert.
  3. Sie veröffentlichen jedoch selten eigene Inhalte.
  4. Ein Großteil der Social-Media-Nutzer gehört zu dieser Gruppe.
  5. Dein Angebot: Biete ihnen schnell konsumierbare Inhalte in den Social-Media-Medien.

Gruppe 7: Inactives (Inaktive)

  1. Diese Nutzer sind nicht aktiv unterwegs.
  2. Auf Social-Media-Angebote stossen sie nur bei der Recherche nach bestimmten Leistungen / Inhalten.
  3. Dein Angebot: Einfach Nutzerführung zu deinen Angeboten.

Die Einteilung in Nutzergruppen kann dir außerdem bei der Auswahl der Plattformen, Tonalität und Konzeption deiner Social-Media-Maßnahmen helfen.

4.2.3 Einteilung in Sinus Milieus

Wenn du deine Personas erstellt und mit den Informationen zum Social Media Nutzungs- und Kaufverhalten verknüpft hast, kannst du deine Zielgruppe Sinus Milieus zuordnen. Diese liefern ein wirklichkeitsgetreues Bild der soziokulturellen Vielfalt in Gesellschaften, in dem sie die Befindlichkeiten und Orientierungen der Menschen, ihre Werte, Lebensziele, Lebensstile und Einstellungen sowie ihren sozialen Hintergrund genau beschreiben.

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4.2.4 Zielgruppen-Ansprache

Jetzt hast du ein bereits ein gutes Bild von deinen potenziellen Kunden. Vermutlich weißt somit auch mit welcher Sprache du deine Interessenten ansprichst. Auch wenn allgemein immer geschrieben wird, dass in der B2C-Kommunikation geduzt wird und es auch locker-flockig zugehen kann, ist auch durchaus auch möglich, dass das „Sie“ angebracht ist. Andersrum ist es auch möglich, dass du bei deiner B2B-Kommunikation nicht zwangsläufig das „Sie“ als Anrede benutzen und konservativ kommunizieren musst.

Bei der B2B-Kommunikation ist es auch eine Überlegung wert, ob du dich nicht um die Endverbraucher kümmerst. Denn selbst wenn deine Produkte und Dienstleistungen über Zwischenhändler vertrieben werden: am Ende verwendet sie der Endkunde. Dieser lässt sich ebenfalls an eine bestimmte Marke binden und macht sich dann möglicherweise in seinem Umfeld stark für deine Marke. Dazu ist es wichtig, dass du den Endkunden mit seinen Bedürfnissen (Unterhaltung, Spaß, Informationen) in den Fokus stellst.

Allgemein gilt: lasse dich auf deine Zielgruppe ein. Was interessiert sie? Wie ist die Sprache untereinander? Wer oder was beeinflusst sie? Entwickele ein Gespür dafür, wann und wie du am besten mit deinen Lesern kommunzizierst, dann erreichst du auch deine Ziele.

4.2.5 Social Media Reichweite

Social Media ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Gerade, wenn du deine Präsenzen nachhaltig aufbauen möchtest, dann brauchst du Geduld. Mit Geld lässt sich zwar einiges schneller, aber nicht unbedingt besser, erreichen. Es ist nicht wichtig, dass du schnell Nummer 1 wirst, sondern lange Nummer 1 bleibst. Denke also immer langfristig.

Du solltest einen Schritt nach dem Anderen machen. Was bringt dir eine hohe Reichweite, wenn die Basis noch nicht steht. Stell dir vor, dass du tatsächlich innerhalb von wenigen Monaten 10.000 oder gar 30.000 Fans gewinnst und die alle aktiv werden. Sie fangen an Fragen zu stellen (auch kritische), schreiben Kommentare (manchmal auch böse) und erwarten, dass du innerhalb von sehr kurzer Zeit reagierst.

Erfolg verpflichtet – und weckt Erwartungen.

Ohne ein gezieltes Konzept könnte schnell das Chaos ausbrechen. Es geht also nicht nur darum, dass du schnell Wachstum erreichst, sondern auch wie du danach das Wachstum nutzt. Wie geht es weiter, wenn Reichweite und Aufmerksamkeit erreicht sind? Was wird den Fans und Kunden dann geboten? Denke daran, dass du aus deinen Lesern zufriedene Kunden und nicht zuletzt Markenbotschafter machen möchtest.

4.3 Wettbewerbsanalyse

Vor der Planung deiner Social Media Strategie solltest du Nachforschungen über deine Mitbewerber anstellen. Du kennst sicherlich die wichtigsten Mitbewerber. Erstelle dir zunächst eine Liste mit den drei bis fünf wichtigsten. Anschließend suchst du dir ihre Profile heraus und schaust dir ihre Social Media Aktivitäten an. Auf welchen Plattformen sind sie aktiv und wie stark werden diese frequentiert. Wenn sie es beispielsweise bereits auf dem einen oder anderen Kanal schwer haben, dann gilt es abzuwägen, ob sich die Arbeit lohnt. Ist dort deine Zielgruppe überhaupt entsprechend vertreten? Solltest du diese Frage bejahen können, dann definiere dieses Netzwerk als Lücke und versuche die Leute zu erreichen, die von deinen Mitbewerbern nicht begeistert sind. Wie viele Fans / Follower haben diese und wie aktiv ist die Community? Welcher Content wird von ihnen veröffentlicht und wie oft geschieht das? Mit welchen Inhalten erreichen sie die besten Ergebnisse? Sind es eher informative, humorvolle oder emotionale Beiträge? Es ist auf jeden Fall aussagekräftiger auf die Aktivität der Fans zu achten als auf die reine Anzahl. Denn es ist selten bekannt, wie und auf welche Art und Weise die Fans der zu vergleichen Facebook Seite generiert wurden. Neben seriösen gibt es auch eine Anzahl von unseriösen Methoden, die angewendet werden, beispielsweise Fankauf. 10.000 aktive Follower sind jedoch wertvoller als 100.000 inaktive.

Je genauer du dich mit den Inhalten und Zahlen auseinandersetzt, je mehr kannst du daraus für dich lernen. Dadurch hast du die Möglichkeit für dich wichtigsten Informationen, beispielsweise im Bezug auf die Content Strategie, ableiten.

4.4 Auswahl der passenden Social Media Plattformen

Da du jetzt weißt, wo und wie deine Mitbewerber die Sozialen Medien nutzen und wo sich deine Zielgruppe aufhält, kannst du aus diesen Informationen auch ableiten, welche Kanäle du benutzen solltest. Wenn du im Monitoring deine Mitbewerber im Blick behältst, dann siehst du auch, wann sich der Umstieg auf ein anderes Netzwerk lohnt.

landscape Social Media Strategie - Tipps & Tricks

Wofür brauchst du beispielsweise einen Snapchat-Account, wenn dort deine Zielgruppe nicht aktiv ist? Was bringt dir der Instagram-Account, wenn du gar nicht genug interessante Inhalte publizieren kannst? Welcher Kanal ist deine Base und welche Plattformen nutzt du, um deiner Basis Leser zuzuführen? Es geht nicht darum kurzfristig etwas aufzubauen, sondern dauerhaft dein Beziehungsnetz zu pflegen. Deshalb solltest du auch nicht jedem Trend hinterher laufen.

Das Netzwerk muss zu deiner Marke, deinem Kommunikationsstil und deiner Unterhaltskultur passen. Fokussiere dich besser auf wenige Plattformen. Neben Facebook dürften vor allem Twitter, Pinterest, Instagram, YouTube, Xing und LinkedIn interessant sein.

Folgende Fragen können dir bei der Wahl der passenden Netzwerke helfen:

  1. ► Welche Menschen will ich ansprechen?
  2. ► In welchen Netzwerken sind meine (potenziellen) Kunden unterwegs?
  3. ► Welchen relevanten Content habe ich zu bieten?
  4. ► Welche Formate (z. B. Grafiken, Audio, Video) möchte ich nutzen?
  5. ► Zu welchem Netzwerk passt dieser Content am besten?
  6. ► Welche Ressourcen habe ich zur Verfügung (Kapital, Mitarbeiter)?
  7. ► Was benötigen meine Social Media Verantworlichen für Informationen?
  8. ► Muss ich sie eventuell noch schulen, um die Kanäle betreuen zu können?

Wo soll die Reichweite herkommen?

4.5 Erstellen und Veröffentlichen von relevantem Content

Zum Thema Content ist bereits sehr viel geschrieben worden. In diesem Punkt möchte ich zunächst auf die Content-Ampel von Frau Dr. Kerstin Hoffmann hinweisen.

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Im Social Media funktionieren Bilder sehr gut. Wer kennt nicht die viralen Katzenbilder? Das heißt jedoch nicht, dass du als B2B-Unternehmen auch unbedingt solche Bilder nutzen solltest. Auch spannende Informationen oder zu deiner Marke passende Zitate haben die Möglichkeit viral zu gehen. Ich greife noch einmal auf die bereits erwähnte Studie zurück. Diese zeigt, dass im B2B-Bereich noch sehr häufig der Content geschrieben wird. Spannend ist das starke Interesse an „neuen“ Funktionen, wie Facebook Live, Virtual Reality und 360° Videos.

social-media-content Social Media Strategie - Tipps & Tricks

In diesem Zusammenhang ist auch die Frage zu klären, mit welchen Informationen du deine (potenziellen) Kunden entlang ihrer Customer Journey versorgen möchtest?

Du kennst deine Zielgruppe sehr gut und weißt, wo sie sich wann aufhalten? Dann erstelle eine Fan-Zustandsmatrix. Wenn du beispielsweise weißt, dass deine Fans morgens zwischen 7:00 und 9:00 in der Bahn sitzen und eventuell völlig unmotiviert sind, dann ist es nicht sinnvoll in dieser Zeit ein langes Video zu posten.

Redaktionsplan

Auf dieser Basis kannst du dann einen Redaktionsplan erstellen. Vergiss dabei nicht dir genug Freiräume für spontane Ideen zu lassen. Denke beim Posting unbedingt an die Qualität. Die Devise sollte für dich dabei lauten: lieber keinen Beitrag als einen schlechten Beitrag posten! Behalte immer im Hinterkopf, dass du deine Leser unterhalten und nicht langweilen möchtest. Schaffe dir eine Themen- und Markenwelt. Bei der spannenden Umsetzung bieten sich dir viele Möglichkeiten. Lege dir am besten ein umfangreiches Bilder- und Grafikenverzeichnis an, denn wie die Grafik zeigt, ist das visuelle Erlebnis für den Nutzer ebenfalls wichtig. Relevanz und Leidenschaft schlägt Geld – die Formel ist tatsächlich oft so einfach. Allerdings – und das muss man einschränkend ergänzen – vor allem dann, wenn eine langfristige und fokussierte Strategie fehlt. Richte für die Presse einen eigenen Bereich ein.

Neben eigenen Beiträgen kannst du zur Abwechselung auch Fremdinhalte posten. Dafür kannst du die 5:3:2-Regel nutzen, die besonders im englischen sprachigen Raum weit verbreitet ist. Diese besagt, dass von 10 Beiträgen

5 von anderen Nutzern stammen, also geteilt werden,
3 eigene Inhalte veröffentlicht werden und
2 eher persönliche Beiträge dabei sein

sollten.

Eine Content Strategie braucht Themen und Inhalte … das nicht nur für die ersten Monate. Natürlich musst du jetzt keinen 5Jahres-Plan bezüglich der exakten Artikel-Überschriften, Content-Zeilen und Erscheinungsrhythmen erstellen. Das wäre sicherlich zu viel des Guten, aber einen groben Plan mit ausreichend Themen und Keywords solltest du schon haben.

Wenn die Fanbase gelegt ist, dann beginnt die eigentliche Arbeit. Deine Fans / Follower haben dir ihr Like gegeben, weil sie in dir einen Experten für das Thema sehen und mehr lesen möchten. Sie sind neugierig und erwarten gute Inhalte, die einen Mehrwert bieten. Spätestens jetzt wird sich zeigen, ob du für die verschiedenen Kanäle ein stimmiges Gesamtkonzept entwickelt hast. Wenn dein Content nachhaltig binden und begeistern soll, dann ist es wichtig, dass er einen Bezug zu deinem Unternehmen hat. Nutze mögliche Anregungen sowie das Feedback deiner Leser und mache aus Nutzerfragen eigene, neue Beiträge.

Kurz: Kommuniziere authentisch und ehrlich mit deinen Fans. Es heißt schließlich Social Media und nicht Sales Media.

4.6 Social Media Monitoring / Messen des Erfolgs

Um zu überprüfen, ob deine Social Media Strategie erfolgreich ist, solltest du entsprechende KPIs wählen. Es bieten sich dir eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die ich dir in dem Artikel Social Media KPIs vorstellen werden.

Außerdem ist es wichtig mithilfe entsprechender Tools den Erfolg deiner Social Media Kommunikation regelmäßig zu überprüfen. Unter der Überschrift Social Media Monitoring – Themen und Zielgruppen besser verstehen findest du hier im Blog noch mehr Informationen zum Thema.

Auch Monitoring benötigt eine IST-Analyse, regelmäßige Evaluation und Ressourcenplanung. Daraus kannst du dann Handlungsempfehlungen ableiten und so die Basis für die Optimierung deiner Social Media Aktivitäten schaffen.

4.7 Bekanntmachung der Social Media Kanäle

Die Strategie ist das eine, aber es ist auch wichtig, dass du deine Kanäle bekannt machst. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Es ist ratsam, dass du einige davon benutzt.

Du solltest deine Social Medie Präsenzen auf deiner Geschäftsausstattung (z. B. Briefpapier, Visitenkarten, etc.) verankern und in deinem Online-Auftritt, Newsletter sowie E-Mail-Signaturen einbinden. Auch die verschiedenen Portale bieten dir interessante Werbemöglichkeiten.

Außerdem kannst du über gezielte Offline Maßnahmen dein Online Marketing unterstützen. Eine Möglichkeit ist es, dass du mithilfe von analogen Maßnahmen dazu animierst deine Social Media Profile zu besuchen oder Daten einzugeben. Hier möchte ich beispielhaft die Gewinnspielaktionen von Coca-Cola nennen. Deiner Kreativität sind wenig Grenzen gesetzt. Versuche die Neugier oder den Spieltrieb deiner (potenziellen) Leser zu wecken.

5. Fazit

Social Media Marketing ist eine sehr sinnvolle Investition – auch für kleinere und mittlere Unternehmen. Es bietet dir eine Vielzahl von Vorteilen – gerade auch beim Aufbau deiner Marke. Das erreichst du jedoch nicht ohne ein klares Konzept. Sonst stellst du am Ende fest, dass es entweder schlecht oder im schlimmsten Fall gar nicht funktioniert hat.

Die Frage ist nicht nur wie du Reichweite, Fans und Follower aufbaust, sondern mit welchen Informationen du sie danach dauerhaft versorgst. In erster Linie geht es beim Social Media Marketing um langfristigen Beziehungsaufbau. Deine Fans schenken dir ihr Vertrauen. Dafür erwarten sie jedoch auch etwas. Inhalte mit Mehrwert und eine schnelle Reaktion auf ihre Anliegen / Kommentare. Dazu ist es erforderlich, dass deine Social Media Verantwortlichen schnell auf alle relevanten Informationen im Unternehmen zugreifen können. Das ist mit dem klassischen Silo-Denken nicht machbar. Wenn du nicht sofort reagierst, dann haben deine Leser das Gefühl, dass du sie nicht ernst nimmst, bzw. ihre Anliegen dich nicht interessieren.

Außerdem ist es wichtig, dass du im Social Media authentisch auftrittst. Dazu gehört, dass du sowohl intern als auch extern mit einer einheitlichen Tonalität in Inhalt, Form und Stil auftrittst. Wenn du unecht wirkst, dann verzeihen dir das deine Fans nur schwer. Weitere Fehler, die du im Social Media machen kannst, und ihre Lösung findest du in meinem Blog-Artikel 29 häufige Fehler im Social Media und ihre Lösung.

Bei der Entwicklung deiner Social Media Strategie solltest du zudem bedenken, dass die Pflege der Social Media Profile Ressourcen (z. B. Personal, Kapital) kostet. Daher solltest du dich am Anfang zunächst auf eine Plattform fokussieren. Überlege im Vorfeld genau, was umsetzbar ist. Kurze, knackige News aus dem Unternehmen (Facebook, Twitter), längere, hintergründige Informationen (Blog) oder verschiedene Video-Inhalte, über die du ohnehin schon verfügst oder die du noch produzieren willst (YouTube).

Trotz aller Strategie kann es auch mal zu rauer See durch Krisen kommen. Um dann diese Klippen zu umschiffen, bieten sich Social Media Guidelines an.

Wenn du Hilfe bei der Erstellung deiner Social Media Strategie brauchst, dann kontaktiere mich!

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