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Social Media für KMUs – Tipps & Tricks

Über die grund­sätz­li­che Notwendigkeit der Social Media Kommunikation dürf­ten auch für mit­tel­stän­di­sche Unternehmen kei­ne Zweifel bestehen. In der Regel gilt es für klei­ne­re und mitt­le­re Unternehmen mit deut­lich gerin­ge­ren Möglichkeiten das Ziel zu errei­chen. Um in den Social Media Netzwerken erfolg­reich zu sein, benö­ti­gen sie eine Social Media Strategie.

Kurzer Exkurs

Ich grei­fe auf eini­ge Erkenntnisse zurück, die ich durch das Buch “Reicher als die Geissens” von Alex Fischer erhal­ten habe.

Strategie von gr. “stra­te­gos” = General, von “stra­tos” = Armee und “agein” = füh­ren, also der über­ge­ord­ne­te Gesichtspunkt, wie man unter maxi­ma­ler Ausnutzung der Ressourcen sei­ne Ziele erreicht.

Planung = die all­ge­mein for­mu­lier­te, schlaue Vorgehensweise / Idee, wie Du mög­lichst auf dem ein­fachs­ten Weg einen Ist-Zustand in einen Idealzustand ver­wan­delt.

Wahre Expansion = das Ausgehen Deines Einflussbereichs in der Art und Weise, dass Du das erober­te Gebiet anstren­gungs­frei auf­recht­erhal­ten kannst.

Strategische Planung = die über­ge­ord­ne­te, all­ge­mei­ne Planung, wie Du Deine Ziel zu errei­chen gedenkst. Dabei ach­test Du sehr genau auf den sinn­vol­len, cle­ve­ren und bril­li­an­ten Umgang mit Deinen Ressourcen, aber auch der Ressourcen, die in der Umgebung vor­han­den sind (z. B. Multiplikatoren).

Lean Startup und Deine Social Media Strategie

Deine stra­te­gi­sche Social Media Strategie soll­te also dazu füh­ren, dass Du Deine Ziele res­sour­cen­scho­nend erreichst und dabei mög­li­che Multiplikatoren / Influencer ein­be­ziehst. Für die­se Aufgabenstellung bie­tet sich das aus dem Lean Startup, das unter ande­rem von Eric Ries ent­wi­ckelt wur­de, gera­de­zu an. Außerdem benö­tigst Du dann nicht mehr meh­re­re Monate zur Entwicklung Deiner Social Media Strategie. Digital ist die­ser Zeitraum viel zu lang. Stars, die heu­te noch gehy­pet wer­den, sind plötz­lich nicht mehr en vogue. Dafür tre­ten neue Akteure auf die Bühne. Daher habe ich mit der Social Media Canvas eine Möglichkeit geschaf­fen, inner­halb von kur­zer Zeit Dein Konzept zu ent­wi­ckeln.

Der zwei­te zen­tra­le Gedanke Deiner Social Media Strategie soll­te es sein mög­lichst schnell auf den Markt zu drän­gen. Das setzt aller­dings ein neu­es Denken vor­aus. Die Produkte (sprich Social Media Beiträge) wer­den nicht bis zur Marktreife getrimmt, son­dern die Zeit bis zur Veröffentlichung wird deut­lich ver­kürzt. Es wer­den Prototypen ent­wi­ckelt, die­se wer­den ver­öf­fent­licht und aus dem Feedback wird dann gelernt. So fin­dest Du schnel­ler raus, was Deine Leser inter­es­siert. Du musst aller­dings damit rech­nen, dass Du nicht nur posi­ti­ves Feedback erhältst.

Weitere Social Media Hacks

Verwenden Sie IFTTT (wenn dies, dann das)

IFTTT ist der­zeit eines der mäch­tigs­ten und am meis­ten unter­schätz­ten Tools in der digi­ta­len Marketingszene. IFTTT ist wie der Boxenstopp der Automatisierung für Online-Vermarkter. Du erhältst die Möglichkeit lang­wie­ri­ge Prozesse zu ver­kür­zen und die­je­ni­gen zu opti­mie­ren, die sonst ger­ne mal über­sprun­gen wer­den.

Ein gutes Beispiel für IFTTT ist eine klei­ne Social-Media-Automatisierung: Sobald Du das Foto Deiner Facebook-Seite ändern, ändert sich auto­ma­tisch das Profilfoto bei Twitter, sodass Deine Markenidentität platt­form­über­grei­fend immer syn­chron ist. Oft sind es die­se klei­nen Dinge, die viel Zeit kos­ten.

Plane meh­re­re Beiträge aus dem­sel­ben Artikel

Die Recherche von Artikeln nimmt viel Zeit in Anspruch. Verschiedene Teile davon wer­den wahr­schein­lich auch ver­schie­de­ne Leser anspre­chen.

Nimm bei­spiels­wei­se einen Artikel über Tipps & Tricks zu Social Media, der neben Twitter-Hacks auch Hacks zu Instagram oder Facebook ent­hält. Die Twitter-Hacks wer­den ver­mut­lich nur jene anlo­cken, die Twitter der­zeit für das Marketing nut­zen. Die Tricks zu Instagram wie­der­um jene, die eher auf Instagram set­zen. Du kannst folg­lich die meis­ten Artikel auf meh­re­re Arten prä­sen­tie­ren und in ver­schie­de­nen Social Media Netzwerken tei­len.

Nimm die­sen Artikel als Beispiel: das ers­te Posting könn­te sehr all­ge­mein gehal­ten sein. Die wei­te­ren für den Social Media Kanal pas­sen­den Tipps erfol­gen dann in nach­fol­gen­den Postings. Die Arbeit des Postings könn­test Du dann bei­spiels­wei­se mit einer App wie Hootsuite auto­ma­ti­sie­ren. So nutzt Du die vor­han­de­nen Ressourcen opti­mal.

Professionelle Grafiken mit wenig Aufwand erstel­len

Kreativ zu sein ist ein wesent­li­cher Teil der Online-Marketing-Strategie. Wichtig ist sicher­zu­stel­len, dass alle Social-Media-Designs inter­es­sant, anspre­chend und sau­ber sind.

Die wenigs­ten KMUs kön­nen sich jedoch einen Grafikdesigner leis­ten. Wenn dies der Fall ist, dann kannst Du sehens­wer­te Social Media Grafiken auch mit einem Tool wie bei­spiels­wei­se Canva erstel­len. Canva ist schnell, ein­fach und erfor­dert mini­ma­len Aufwand mit wenig Lernbedarf. So kannst Du inner­halb kur­zer Zeit Posts für ver­schie­de­ne Plattformen erstel­len und dabei die Konsistenz zwi­schen den Designs sicher­stel­len.

Meme für jeden Anlass

Meme sind heut­zu­ta­ge über­all zu fin­den, ein­schließ­lich Business Accounts. Wahrscheinlich bist Du schon auf vie­le Marken gesto­ßen, die die­se Inhalte auf ihren Social-Media-Seiten ver­wen­den. Meme hel­fen dabei, eine Marke zu ver­mensch­li­chen und gleich­zei­tig das Publikum anspre­chen.

Du benö­tigst kei­ne super Grafik-Design-Fähigkeiten. Alles, was Du brauchst, ist ein Sinn für Humor, sar­kas­ti­schen Ton oder ein wenig Nostalgie.

Beschränke Dich nicht auf Deine Inhalte

Untersuchungen haben erge­ben, dass die Marken mit maxi­ma­lem Engagement in den sozia­len Medien etwa ein- bis fünf­mal im Monat pos­ten.

Welche Optionen hast Du? Wie wäre es mit einem Artikel aus einer gro­ßen Publikation oder einem Blog-Post von einem belieb­ten Influencer in Ihrer Nische? Auf die­se Weise stellst Du nicht nur eine gute Verbindung zu Bloggern und Webmastern ande­rer Websites her. Du prä­sen­tierst Dich viel mehr eine Marke, die sich um ihre Leser küm­mert und ihnen rele­van­te Inhalte zur Verfügung stellt. Eine ande­re Möglichkeit ist es User Generated Content zu nut­zen.

Konzentriere Dich auf Emotionen

Emotionen ver­kau­fen immer noch am bes­ten. Deshalb ist es rat­sam die­se auch in Deinen Social Media Postings ein­zu­set­zen. Emotionale Posts stei­gen die Aktivität der User.

Wenn Du Deine Personas gut kennst, dann weißt Du wann und wo sie Dein Angebot benö­ti­gen. Dadurch kannst Du eine emo­tio­na­le Verbindung mit Deinen poten­zi­el­len Kunden auf­bau­en.

Screenshot Instagram Lego
® by Lego

Blogge über die Probleme, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung löst

… nicht wesent­lich über das Produkt oder die Dienstleistung. Niemand möch­te etwas über Ihr Unternehmen erfah­ren oder wis­sen, wie lan­ge Sie im Geschäft waren oder wie viel Gewinn Sie im Laufe der Jahre gemacht haben. Geben Sie statt­des­sen Tipps und Ratschläge, wie Ihre Zielgruppe ihr Geschäft ver­bes­sern kann. Nichtsdestoweniger soll dies nicht hei­ßen, dass Sie nicht gele­gent­lich über Ihre Geschäftsreise schrei­ben soll­ten.

Medium vs Sprache

Unterschiedliche sozia­le Kanäle erfor­dern eine maß­ge­schnei­der­te Tonalität. Deshalb musst Du nicht gleich Deine Markenstimme auf­ge­ben. Es ist aus­rei­chend, wenn Du die Sprache und den Stil an den Kanal anpasst. Du passt in Gesprächen ver­mut­lich auch Deinen Wortschatz an Deine Zuhörer an, oder?

Verwende Geoangaben für Deine Postings

Geolokalisierung bezieht sich auf den geo­gra­fi­schen Standort eines inter­net­fä­hi­gen Geräts. Dies muss nicht Dein Standort sein, aber der Ort, an dem das elek­tro­ni­sche Medium für den Zugang zum Internet ver­wen­det wird.
Besonders bei Instagram ist es sinn­voll Geoangaben zu tei­len. Deine Sichtbarkeit wird nach oben gedrückt. Für die gerä­te­ba­sier­te Datenerfassung müs­sen Benutzer die Standortbestimmung auf jedem Gerät (und für jede Anwendung) zulas­sen. Websites müs­sen nach dem Standort eines Besuchers fra­gen.

Nutze einen Benachrichtigungsdienst

Wenn Du einen Benachrichtigungsdienst nutzt, dann erhältst Du E-Mails, wenn der Dienst neue Ergebnisse (bei­spiels­wei­se Websites, Zeitungsartikeln, Blogs) fin­det, die Deinen Suchbegriffen ent­spre­chen. So kannst Du bei­spiels­wei­se Erwähnungen Deines Unternehmens oder auch Deiner Wettbewerber ver­fol­gen. So behältst Du nicht nur Deine Reputation im Blick, son­dern kannst auch den Markt beob­ach­ten. Das ist beson­ders sinn­voll, wenn Du in Deiner Social Media Strategie mei­nem Rat folgst (Stichwort Lean). Zu den bekann­tes­ten Benachrichtigungsdiensten zäh­len Talkwalker, Meltwater oder Google Alerts.

Beantworte Kommentare

Auch wenn die­ser Tipp ein wenig grund­le­gend erscheint, darf er nicht igno­riert wer­den. Wenn Du die Interaktion mit Deinem Publikum nicht för­derst, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sie füh­len sich nicht will­kom­men oder noch schlim­mer sie bekom­men das Gefühl, dass Dir ihre Meinung unwich­tig ist. Wenn Du Dich mit schwer­tust, dann dele­gie­re die Aufgabe. Wichtig ist, dass die­se Person alles über Deine Dienstleistungen und Produkte weißt. Damit sie Deinen Kunden immer Hilfe anbie­ten kann.

Reaktive vs pro­ak­ti­ve Interaktion

Reaktive Interaktion ist, wenn Du an einer Konversation teil­neh­men, die Dich oder Deine Marke direkt betrifft. Proaktives Engagement ist, wenn Du Unterhaltungen teil­nimmst, die nicht Dein Unternehmen betref­fen. Um Deine Marke zu stär­ken, ist es sinn­voll, wenn Du bei­des tust.

Setze Re-Marketing ein

Wenn Du es rich­tig ein­setzt, kann Dir Re-Marketing hel­fen die Conversion-Rate zu stei­gern, aber Du musst bei der Einrichtung Deiner Re-Marketing-Kampagne vor­sich­tig sein. Vielleicht kennst du es auch, dass Du Dir schon ein Produkt gekauft hast und trotz­dem taucht immer noch die Werbung für das Produkt über­all auf, wo die Re-Marketing-Kampagne ein­ge­setzt wird. Deshalb musst Du unbe­dingt dafür sor­gen, dass die Kampagne dann endet.

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