Content Marketing als Element der Markenbildung

Die Pflegeanleitung des Friseurs, das How-to-do-Video des Herstellers von Schleifmaschinen oder die Tipps für Aktivitäten durch das Hotel – die Möglichkeiten Content zu erstellen sind vielfältig. Mit guten Inhalten, die dem Nutzer einen Mehrwert bringen, kannst Du Dir zeigen, dass Dir einen Expertenstatus erarbeiten. Aber nicht nur Tipps & Tricks gehören zum Content Marketing. Die Marketingbranche hat für sich entdeckt, was Film- und Fernsehmacher schon seit ewigen Zeiten nutzt. Mit Story Telling sollen in den Köpfen der Nutzer passende Bilder im Kopf erzeugt werden, die zur Marke passen und Emotionen wecken. Wieso das so wichtig ist, habe ich bereits in dem Artikel Marke aufbauen – einmal berührt, tausend Mal verführt ausführlich beschrieben.

Rund 83 Prozent aller Unternehmen setzen Content Marketing mittlerweile als Teil der Kommunikations-Strategie ein. Allerdings nicht überall in der gleichen Ausprägung. Nur knapp die Hälfe davon betreibt Content Marketing intensiv. 38 Prozent haben bereits erste Ansätze implementiert.

Der kanadische Schriftsteller Arjun Basu sagte zum Thema Content Marketing: „Without strategy, content is just stuff. And there is enough stuff around the world“. Welche Content Strategie hilft dir bei der Markenbildung? Deine Marke wächst nur dann, wenn sie sichtbar ist. Mit Content Marketing hast Du ein Werkzeug, dass Dich dabei unterstützt Dein Mission Statement, Farben, Tonalität und Logo zu kommunizieren.

content-im-mittelpunkt Content Marketing als Element der Markenbildung

Branding mit Content Marketing

1. Präge mit klaren Aussagen den Charakter Deiner Marke

Authentizität ist extrem wichtig. Achte daher unbdingt darauf, dass jeder Post von Dir, zu Deinem Mission Statement passt. Welche Bilder möchtest Du in den Köpfen Deiner Zielgruppe erwecken, wenn sie Deinen Markennamen hören? Deine Selbstpräsentation sollte Du Deiner Branche passen, aber sie muss in erster Linie auch zu Dir passen, denn so wird sie einzigartig.

2. Nutze die Möglichkeit der beidseitige Kommunikation

Das klassische Marketing war eine Einbahnstraße. Werbe-Botschaften wurden von den Werbetreibenden an die Verbraucher in Form von Anzeigen, Spots oder Mailings versendet. Social Media eröffnet Unternehmen heutzutage andere Möglichkeiten der Kommunikation. Nutzer kommentieren Blogposts, es entwickelt sich eine Diskussion. Damit Deine Mitarbeiter sich auch trauen zu kommunizieren und keine Angst haben müssen, dass sie etwas Falsches schreiben, empfiehlt es sich ihnen Leitlinien in Form von Social Media Guidelines an die Hand zu geben. So lässt Du ihnen in einem gewissen Rahmen Handlungsspielraum und sie müssen nicht nur auf den Support verweisen. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass Du das Silodenken (Denken in Abteilungen) ausbrichst. Damit sie in der Lage sind, schnell auf die erforderlichen Informationen zurückzugreifen. Natürlich sollte dafür Deine Markenphilosophie bekannt sein. Außerdem sind fundierte Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse auch nicht schlecht … Denk dran, dass es die Visitenkarte Deiner Marke ist.

3. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Deine Texte sind ein Schlüssel zur Markenbildung. Aber Du kannst den guten Gesamteindruck erheblich beschädigen, wenn die Bilder nicht zum allgemeinen Erscheinungsbild Deiner Marke passen. Lege Dir einen Foto-Ordner an, auf den Du jederzeit zugreifen kannst. Wähle einen einheitlichen Stil. In bestimmten Branche ist es ratsam nicht unbedingt auf Hochglanzfotos zu setzen. Wiedererkennung ist wichtig. Wenn Deine Fotos überlicherweise von einem professionellen Fotografen erstellt werden und auf einmal Cliparts gepostet werden, dann stiftest Du Verwirrung. Einheitlichkeit ist ein Muss, wenn Du Deine Marke aufbauen möchtest!

Infografiken sind ein beliebtes Stilmittel. Wenn es möglich ist, dann greife darauf zurück. Halte Dich bei der Erstellung an Dein Corporate Identity und präsentiere Wissenswertes über Deine Branche, Produkte und Dienstleistungen. Wenn Du eine interessante Infografik postest, dann stehen die Chancen gut, dass diese viral geht. Achte dabei auch an die Optimierung der Inhalte für die jeweiligen Plattformen. Auf Allfacebook.de findest Du eine Auflistung der Formate.

4. Wähle die richtige(n) Plattform(en)

Am Anfang solltest Du Dich auf maximal 2 Netzwerke konzentrieren. Facebook ist zwar das größte Social Media Network, aber bist Du sicher, dass Du dort Deine Zielgruppe findest? Eine Analyse der Aktivitäten der Wettbewerber ist daher unbedingt ratsam. Du kannst dazu Tools nutzen. Schau Dir an, was bei Deinen Wettbewerbern erfolgreich ist und zu Deiner Marke passt. Dann entwickelst Du Inhalte zu den gleichen Themen. Hashtags unterstützen Dich dabei, in themenbezogene Konversationen einzusteigen.

5. Regelmäßigkeit

Wiedererkennbarkeit ist sehr wichtig. Je öfter Menschen etwas sehen, je stärker ist der Wiedererkennungseffekt. Deshalb solltest Du regelmäßig posten. Erstelle Dir am Besten einen Redaktionsplan. Die Qualität Deiner Postings sollte im Vordergrund stehen. Daher gilt die Devise: „Besser gar keinen als schlechten Content“ zu posten. Mit schlechtem Content schadest Du letztlich Deiner Reputation mehr.

Zwei Pfeiler des Content Marketings zur Markenbildung

marke-2-pfeiler Content Marketing als Element der Markenbildung

Die folgenden 2 Learnings dienen Dir beim Branding.

1. Anziehung = Traffic

Hier geht es sich alles um die Frage: wie und wo solltest Du Deine Inhalte posten? Ich rate Dir Dich nicht überall gleichzeit rumzutummeln. Da jede Plattform ihre eigenen Inhalte (besonders im Bereich der Grafiken) benötigt und beispielsweise Facebook auf Postings über Tools wenig begeistert reagiert (sie werden in der Regel abgewertet), ist das viel zu zweitintensiv. Wie bereits erwähnt, analysiere genau Deine Wettbewerber. Wenn Du noch keine hast (zum Beispiel weil Du ein völlig neues Produkt launchst), dann halte Dich an Deine Personas. Gerade am Anfang kann es auch sinnvoll sein, dass Du Geld in die Hand nimmst, da die Algorithmen im Social Media immer schärfer geworden sind.

Search Traffic ist eine weitere starke Quelle für Besucher, die sich deutlich auf dem Blog bemerkbar macht. Doch bis sich hier ein lohnender Strom aufbaut, vergeht viel Zeit.

2. Verführung = Bewegender Content

Ich möchte gar nicht zu sehr auf das Thema Contenterstellung eingehen, sondern verweise auf Dr. Kerstin Hoffmann, die mit Content Ampel Maßstäbe gesetzt hat. Außerdem verweise ich auf Fanpagekarma und deren Fanzustands Matrix.

Wie sollte der Content nun aussehen, damit er das Interesse der User weckt?

Die Inhalte sind zunächst sehr stark von den Überschriften abhängig. Alles beginnt mit einer guten Headline, dessen Versprechungen der Content liefern kann. Von Clickbait solltest du also Abstand nehmen. Überlege Dir lieber eine Reihe an Headlines und teste im voraus, welche am besten ankommt.

Für die Bebilderung gilt das Gleiche. Unterschiedliche Visuals beeinflussen die Interaktion mit dem Content enorm. Auch hier heißt es: Testen.

Der Inhalt selbst sollte möglichst einfach gehalten werden. “Schreibt wie ein Fünftklässler!”, meint der Experte. Wähle so wenig Fachbegriffe, wie es nur geht. Je kürzer die Wörter, desto besser (Ob das jedoch auch eins zu eins in die deutsche Sprache zu übernehmen ist, bleibt fraglich).

Erleichtere Dir die Arbeit mit Evergreen Content. Diese zeitlosen Inhalte sind immer wieder verwendbar. Ebenso solltest Du auf keinen Fall das Thema Mobile vergessen.

 

 

Weiter führende Links zum Thema:
► Gründerszene
► Linkbird
► Marketinginstitut.biz (Studien)
► Online Praxis

 

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